Montag, 12. Februar 2018

Angele Lieby - „Eine Träne hat mich gerettet

ISBN: 9-783-404-60790-7
Das Cover hat mich neugierig gemacht. Und dann der Titel dazu.... Das war schon eine Kombi, die mich förmlich gezwungen hat, zu diesem Buch zu greifen.

Erst eine Zeitreise und jetzt Schicksal. Die Zusammenstellung auf meinem SuB lässt sogar mich den Kopf schütteln.
Obwohl die Lektüre zu diesem Zeitpunkt nicht gerade aufbauend war, habe ich mich daran gemacht. Die Hoffnung war, dass ich mitbekomme, wie schlecht es anderen geht. Schlechter als mir... - Nicht weiter dazu.
Es hat nicht funktioniert. Das lag zum einen daran, dass der Schreibstil nicht wirklich einfach war. Die Frau hat sich einfach so gewählt ausgedrückt, dass Unmengen an Schachtelesätzen entstanden sind. Somit war das Verstehen schon etwas anstrengend für mich und Mitgefühl hat sich leider nicht eingestellt.
Die teilweise notwendigen Fachbegriffe waren aber nicht so tragisch. Die wurden spätestens einen Satz später erklärt. Allerdings nicht nur einmal, sondern immer und immer wieder. Ich habe keine Ahnung, für welches Klientel das Buch gedacht war, aber ich kam mir dann schon leicht veralbert vor.
Die Frau hat einen zweifellos schlimmen Schicksalsschlag durchlebt. Und die Zeit im Krankenhaus war sicher auch alles andere als einfach. Aber für meinen Geschmack ging es hier schon stellenweise zu sehr ins Detail. Gerade die Stellen, wenn sie sich entwürdigt gefühlt hat, haben bei mir auch ein sehr unangenehmes Kopfkino hervor gezaubert. Stellenweise habe ich mich selber in dieser Situation gewähnt. - Wenn sie mit diesem Buch „nur“ aufklären wollte, dann ist sie an diesen Stellen weit über das Ziel hinaus geschossen. Ich brauchte dann jedenfalls eine Pause vom Buch.
Ich habe für die 269 Seiten auf meinem Reader, schon extrem lang gebraucht. Es ist auf jeden Fall Stoff, den man nicht mal eben so weg liest.

Der Inhalt war ein doch ziemlich harter Stoff, aber der Schreibstil hat mich enttäuscht.
Ich habe nicht bemerkt, dass ich mitgenommen worden wäre.
Das Buch bekommt von mir eine Bewertung von 3 Sternen. Ich würde also sagen, dass es im Mittelfeld liegt. - Das Schicksal war hart, aber man hätte anders schreiben müssen, um mich komplett zu überzeugen.
Wie immer findet sich auf meiner Website eine Leseprobe. Macht euch selber ein Bild, wenn Interesse besteht.

Wir lesen uns!

(Auszüge des des Textes sind auf meiner Website und auch auf Lovelybooks von"TanteGhost" zu finden.)